Klimaschutzkampagne: Köln spart CO2

Mit dem Fahrrad ins Büro fahren, die Heizung herunter regeln oder die Rollläden rechtzeitig schließen – Energie lässt sich auf verschiedenen Wegen einsparen. Viele Menschen haben eigene Einfälle und Vorschläge im Kampf gegen den Klimawandel. Damit sie nicht unbeachtet bleiben, entwickelt der Verein KölnAgenda e.V. eine Internetplattform, auf der Kölner Bürger ihre kleinen, aber wertvollen Beiträge zum Klimaschutz mitteilen können.
Dort haben sie die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, gegenseitig zu motivieren und ihren eigenen Beitrag als Teil einer Gemeinschaftsleistung zu erfahren. Kölner Prominente sollen ebenfalls mitmachen und Beispiele geben, wie sie persönlich nachhaltig mit Energie umgehen.

Einer für alle, alle für einen

„Viele Bürger glauben, alleine erreiche man sowieso nichts“, meint Roland Pareik, Geschäftsführer des Vereins KölnAgenda und Projektleiter. „Als Teil einer Gemeinschaft kann aber jeder Einzelne eine große Wirkung erzielen“, so Pareik. „Unser Portal fasst die Energiesparbeträge der einzelnen Akteure daher zu einer gemeinschaftlichen Leistung zusammen.“ So sehe der einzelne User, dass er sich mit seiner konkreten CO2-Einsparung um den Klimaschutz verdient gemacht hat. Wer seinen Energiesparbeitrag auf der Online-Plattform postet, wird zusätzlich belohnt. Unter den Usern verlosen die Initiatoren klimafreundliche Preise – wie zum Beispiel ein KVB-Jahresabonnement oder Elektroräder.

Bewährte Technik

Besonderen Wert legen die Projektverantwortlichen auf eine hohe Benutzerfreundlichkeit der Plattform. Zum Beispiel wird das bereits bestehende Angebot des Online-Ratgebers co2online.de in die Website eingebettet. Dort finden die Besucher Tipps rund ums Energiesparen oder die Möglichkeit zu einem persönlichen Stromcheck. Die Benutzer können diese Inhalte nutzen, ohne die „Köln spart CO2“-Seite verlassen zu müssen.

Prominente für Köln

Unter dem Motto „Köln spart CO2“ will der Verein die Internetplattform außerdem mittels einer großen PR-Kampagne bekannt machen. Dazu gehören Flyer, Plakate, Mailings und kleine Werbegeschenke.
Um das Engagement der Bürger noch weiter zu stärken, sind die Initiatoren der Kampagne im Gespräch mit einigen Kölner Prominenten. Diese sollen als Paten fungieren und mit gutem Beispiel vorangehen. „Vielleicht können wir auch den einen oder anderen Spieler vom FC dafür begeistern, an unserem Projekt teilzunehmen“, wünscht sich Roland Pareik.

Zur Institution: Der Verein KölnAgenda fördert den lokalen Agenda-Prozess für eine nachhaltige Entwicklung in Köln. Zugleich bietet er mit der KölnAgenda InfoStelle eine Beratungstelle für alle, die für eine nachhaltige und bürgernahe Entwicklung der Stadt Köln aktiv werden wollen.

Mit überwiegend ehrenamtlicher Arbeit hat der Verein seit 1999 dazu beigetragen, dass es einen Kölner Bürgerhaushalt und eine Bürgerstiftung Köln gibt. Zu den weiteren Aktivitäten von KölnAgenda e.V. gehören Vorschläge für Nachhaltigkeitsindikatoren sowie die Initiativen „Eine-Welt-Stadt Köln“ und „Fairtrade-Town Köln“. Alle Kölnerinnen und Kölner, aber auch Vereine, Verbände und Initiativen sowie Unternehmen können Mitglied werden.

Gemeinsam sind Kölner stark: Viele kleine Klimaschutzbeiträge bewirken eine Menge.
Projektdaten im Überblick
Projekttitel:
Klimaschutzkampagne: Köln spart CO2

Projektschwerpunkte:
Netzwerk

Start/Ende:
September 2012/Dezember 2013

Projektsumme:
205.470 Euro