Klimaschutz in- und outdoor erleben

Der Begriff „Klimawandel“ erzielt bei Google an die neun Millionen Treffer. Längst gehört er fest zu unserem Wortschatz, regelmäßige Medienberichte über Hitzewellen und steigende Meeresspiegel verankern ihn weiter in unseren Köpfen. Trotzdem beschäftigen sich bisher nur wenige Menschen intensiv mit den Folgen des Klimawandels. Und noch weniger gehen sie aktiv dagegen vor.

Genau dort setzen die Projekte des NaturGut Ophoven an. Der Verein möchte auf 60.000 Quadratmetern einen erlebnisreichen „Klimabildungspark“ einrichten. Er soll Familien und Schulklassen mit allen fünf Sinnen an das Thema Klimaschutz heranführen. Ebenfalls in Planung: eine „Klimaschutzausstellung“ im bereits auf dem Gelände etablierten Kinder- und Jugendmuseum „EnergieStadt“.

Praxisnahes Lernen

Für den „Klimabildungspark“ möchten die Initiatoren bisherige Attraktionen auf dem NaturGut Ophoven, wie etwa den Nistwald, den Bienenschaukasten, den Folienteich oder den Aroma- und Sinnespfad, weiter ausbauen. Ziel ist es, dort Ansätze zum Klimaschutz aufzuzeigen. So beispielsweise in einem Schulgarten, der die Kinder unter anderem an das Thema „regionale Ernährung“ heranführen und sie auf die damit verbundenen CO2-Einsparmöglichkeiten aufmerksam machen soll. Zu den weiteren Attraktionen gehören sogenannte Klima-Erlebnisfelder. Sie bringen den Besuchern auf neue Art und Weise die regenerativen Energiequellen Sonne, Wasser, Wind und Erde näher. Fünf neue Unterrichtseinheiten zum Thema Klimaschutz unterstützen Lehrer zusätzlich dabei, den „Klimabildungspark“ mit ihren Schülern optimal zu nutzen.

Weltreise durch die Klimazonen

Beim Besuch der geplanten „Klimaschutzausstellung“ schlüpfen Kinder und Erwachsene anschließend in die Rolle von Klimaforschern, die sich ein Bild vom Klimawandel auf allen fünf Kontinenten machen. Dabei lernen sie unter anderem, dass das Polareis durch steigende Temperaturen schmilzt und dass zu viel CO2 im Eukalyptus Koalabären ihr Leibgericht madig macht. Am Ende können die Besucher das Erlebte diskutieren und festlegen, welchen Beitrag sie selbst künftig für den Klimaschutz leisten möchten.

Ebenfalls Teil der Aktion: Die gesammelten Erfahrungen aus dem „Klimabildungspark“ wird das NaturGut Ophoven in einem Buch zusammenfassen und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Zum Verein:  Die Stadt Leverkusen und der Förderverein NaturGut Ophoven betreiben das NaturGut als „Kompetenzzentrum der Bildung für Nachhaltigkeit in der Stadt“. Es liegt auf einem denkmalgeschützten Gutshof inmitten einer 60.000 Quadratmeter großen Parkanlage im Ortsteil Opladen. Seit 1988 bietet das NaturGut dort handlungsorientierte Umweltbildung für Kinder, Familien und Senioren an. Qualifizierte Pädagogen betreuen täglich mehrere Schulklassen und Kindergartengruppen im Gelände sowie im 1.200 Quadratmeter großen Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt. Das NaturGut Ophoven wurde für seine Aktivitäten im Bereich der Umweltbildung bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt es das Prädikat der Landesregierung „best practice“ für innovative, vorbildhafte und praxisnahe Projekte.

http://www.naturgut-ophoven.de/

Natur entdecken: Im Klimabildungspark des NaturGut Ophoven können Kinder Klimaschutz aktiv erleben.
Projektdaten im Überblick
Projekttitel:
Klimaschutz konkret – Bildung und Kommunikation

Projektschwerpunkte:
Umweltpädagogik/-kommunikation

Start/Ende:
Anfang 2012/Anfang 2014

Projektsumme:
zirka 561.000 Euro