Multimedialer Passivhaus-Lehrgang

Bestes Wohnklima bei niedrigem Energieverbrauch: Passivhäuser verfügen über eine sehr gute Wärmedämmung, so dass sie keine konventionelle Heizung oder Klimaanlage benötigen. Darüber hinaus erforderliche Restwärme beziehen sie aus regenerativen Energiequellen wie der Sonne oder aus Abwärme von Personen und technischen Geräten. Was einfach klingt, ist so komplex, dass eine Weiterbildung erforderlich ist. Immer mehr Architekten und Ingenieure widmen sich dem Thema „klimafreundliches Bauen“. Für sie entwickeln Dipl.-Ing. Andreas Nordhoff und seine Kollegin Inga-Lill Kuhne (BA) vom „Institut für Bauen und Nachhaltigkeit“ (IBN) in Zusammenarbeit mit dem E-Learning Experten Prof. Dr. Michael Marmann einen neuartigen Lehrgang zur Weiterbildung zum zertifizierten PassivhausPlaner.

Das Besondere: Den neuen Lehrgang mit dem Namen „eCOLearn Classic Plus“ entwickelt das Projektteam als sogenanntes "Blended Learning" (integriertes Lernen). Das bedeutet: Der Lehrgang kombiniert Präsenzveranstaltungen mit virtuellem Lernen. Konkret handelt es sich dabei um vier interaktive Lernmodule, sogenannte Web Based Trainings, mit denen die Teilnehmer ihr Passivhaus-Wissen aufbauen und erweitern sowie im anschließenden Präsenzseminar vertiefen können.

Integriertes Lernen für den Klimaschutz

Thematisch orientiert sich die Weiterbildung an dem umfassenden Lernkatalog, den das Passivhaus Institut Darmstadt (PHI) für Anforderungen an Planung, Bau und Betrieb von Passivhäusern erarbeitet hat. Zu den Themen zählen unter anderem die Bereiche Bauphysik, Architektur, technische Gebäudeausrüstung und Energiebilanzierung sowie Wirtschaftlichkeit. Bei der Konzeption der Module möchte das Projektteam unterschiedliche Medien einbinden, um das Lernen so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. So ist nicht nur geplant, das Wissen mittels Texten und Bildern zu vermitteln, sondern auch mit Hilfe von Audiokommentaren, Animationen, Filmen und Lernspielen. Interaktion ist dabei wesentlicher Bestandteil der Lernmodule, wodurch das Wissen lebendig und greifbar wird.

Vom Bauherrn bis zum Schüler

Ein weiterer Vorteil: Die E-Learning-Module werden so konzipiert, dass Teilnehmer sie auch ohne Präsenzseminar und abschließende Zertifikatsprüfung absolvieren können. So lässt sich die Zielgruppe über Architekten und Ingenieure hinaus um öffentliche Bauherren, Bauträger, Produkthersteller, Handwerker, Ämter und Facility Manager erweitern.

Daneben plant das Projektteam, den „PassivhausPlaner“ über eine moderne Lernplattform an Schulen im Kölner Raum weiterzutransportieren. Der Hintergrund: Ein spannendes Lernprogramm soll Schüler dazu motivieren, einen Beruf im Bereich klimafreundliches Bauen und Ingenieurwesen anzustreben.

Das eCOLearn-Projektteam: „Wir müssen heute den Standard von übermorgen bauen, damit wir morgen nicht von gestern sind.“ Nach diesem Motto plant das „Institut für Bauen und Nachhaltigkeit“ (IBN) in Köln seit 16 Jahren Passivhäuser. Mit seinen zehn zertifizierten Passivhausplanern verfügt es derzeit in der Region über das umfangreichste Fachwissen auf diesem Gebiet. Selbst in einem fast 1.000 Jahre alten Gebäude im Stadtteil Worringen beheimatet, achtet das Unternehmen unter der Leitung von Dipl.-Ing. Andreas Nordhoff bei Bau und Sanierung von Gebäuden sowohl auf deren späteren Energieverbrauch als auch auf den zur Herstellung benötigten Energieaufwand. Um das umfangreiche Wissen weiteren Zielgruppen nachhaltig und zeitgemäß zu vermitteln, sollen mit eCOLearn nun auch verstärkt digitale Medien zum Einsatz kommen. Unterstützung erhält der studierte Versorgungstechniker dabei von seiner Arbeitskollegin, der Architektin Inga-Lill Kuhne (BA) sowie von dem E-Learning-Experten Prof. Dr. Michael Marmann, der über langjährige Erfahrungen in der Konzeption und im Aufbau innovativer E-Learning-Systeme verfügt.

http://www.ibn-passivhaus.de/

Wissen modern vermitteln: als Kombination von Präsenz- und E-Learning-Phasen.
Projektdaten im Überblick
Projekttitel:
eCOLearn – Green Building Competence

Projektschwerpunkte:
Umweltpädagogik/-kommunikation

Start/Ende:
Anfang 2012/Anfang 2013

Projektsumme:
zirka 171.000 Euro