Kölns grüne Wände

Ein betonierter Schulhof, umgeben von gepflasterten Parkplätzen, Rettungswegen und einem versiegelten Sportgelände: Grünflächen an Kölner Schulen sind rar. Das ist nicht nur aus optischen Gründen schade. Schon kleinere Grünflächen wirken sich positiv auf das Mikroklima aus und tragen in Summe auch zum Klimaschutz bei.

Der Kölner Verein ConAction entwickelt mit Schülern sowie Fachkräften aus dem Garten- und Landschaftsbau optional mobile Pflanzwände für Schulhöfe und öffentliche Räume. Diese vertikalen Grünflächen sollen – im Unterschied zu herkömmlichen Rankgittern – so konstruiert sein, dass sie durchgehend dicht bewachsen sind. Der Name der innovativen Rabatten: Kölner Klimawände.

Natur in der Stadt

Schon eine Klimawand von 1,5 Metern Höhe und zwei Metern Breite bietet eine Grünfläche von sechs Quadratmetern. Zehn Klimawände sorgen auf einer tristen Betonfläche für beeindruckende 60 Quadratmeter Grün – natürlich vertikal.
Nicht nur optische Gesichtspunkte entscheiden darüber, was in die Beetwände gepflanzt wird. Bei der Auswahl spielen auch die CO2-Umwandlungsfähigkeit und die Funktion der Pflanzen als Feinstaubfilter eine wichtige Rolle. Zudem haben die Kölner Klimawände einen vielfältigen pädagogischen Nutzen: Neben den praktischen Erfahrungen beim Bau der Anlagen lernen die beteiligten Schüler eine Menge über die Entstehung und Funktion von Biotopen.

Im Rahmen der Berufsvorbereitung will ConAction Schüler der Klassen acht bis zehn für das Projekt Kölner Klimawände gewinnen. Die Schüler sollen ihr Vorgehen dokumentieren, die wichtigsten Fragestellungen erfassen und beantworten sowie konkrete Bauanleitungen erstellen - damit die Klimawände künftig an möglichst vielen Schulen oder im öffentlichen Raum eingesetzt werden können.

Zum Verein: Der gemeinnützige Verein ConAction ist seit 1995 anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe vor allem im Raum Köln. Das interdisziplinäre Team von ConAction entwickelt gemeinsam mit Lehrern sowie Vertretern von Unternehmen und Institutionen innovative Bildungskonzepte für nachhaltige Entwicklung, Ausbildungsbörsen, Fachtagungen, Fortbildungen oder Feriencamps sowie internationale Jugendaustauschprojekte. Weitere Schwerpunkte der Arbeit von ConAction liegen im Bereich Fairer Handel, gesunde Regionalversorgung, Solarprojekte, ökologisches Bauen und Umweltbildung.

Projektdaten im Überblick
Projekttitel:
Kölner Klimawände – Klimaschutz im urbanen Raum am Beispiel vertikaler, optional mobiler, temporärer Begrünungskonzepte

Projektschwerpunkte:
Pädagogik

Start/Ende:
Januar 2013 bis Dezember 2015

Projektsumme:
167.500 Euro