Kreativer Dialog für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Das Projekt „Dialog Kölner Klimawandel – ein grüner Masterplan für die Stadt“ nutzt den „frischen Wind“ der Kölner Masterplan-Debatte, um die immer bedeutsamer werdenden „grünen“ Megatrends der Nachhaltigkeit in die städtische Zukunftsplanung zu integrieren – in einen Dialog mit Stadt, Interessensgruppen, Zivilgesellschaft und interessierten Bürgern. Damit wagt das Projekt eine systematische Gesamtschau auf die in der Stadt vorhandenen Vorstellungen, Konzepte und Leitlinien zu den grünen Aspekten ihrer künftigen Entwicklung

Chancen und Risiken im Blick

Kölner Initiatoren des Projekts sind das KATALYSE Institut und seine Kooperationspartner vom Haus der Architektur Köln und die Dialogprozessprofis vom Institut für angewandte Kreativität. Gemeinsam wollen sie den Blick der Akteure auf das Thema Nachhaltigkeit lenken und dabei Chancen und Risiken bezüglich der städtischen Entwicklung aufzeigen.

Workshops und Ideenwettbewerb fördern kreative Vorschläge

Zu den sechs Bereichen Bauen und Wohnen, Bildung und Kultur, Energie und Klima, Grünflächen und Freiraum, soziale Lebensqualität und Ökonomie sowie Verkehr und Mobilität sind 49 Workshops vorgesehen, von denen bereits zahlreiche stattgefunden haben. Anschließend wird das Projektteam die Vorschläge systematisieren, vorantreiben und der Öffentlichkeit vorstellen. Ein weiterer Projektbaustein ist der Ideenwettbewerb zur städtischen Nachhaltigkeit. Kölner Bürger sind aufgerufen worden, greifbare Vorschläge mit Vorbildcharakter vorzuschlagen und zahlreiche Ideen einzureichen. Nach Abschluss von Auswahl und Diskussionen werden bis zu zehn Machbarkeitsstudien für die bestbewerteten Vorschläge vergeben. Eine Internetpräsenz mit Workshop-Protokollen, Best-practice-Beispielen und vielen weiteren Informationen unterstützt den Dialog zwischen den Akteuren und der Öffentlichkeit.

Lokale Vorbilder für nachhaltigen Lebensstil

Weil Klimaschutz vor allem durch individuelles Handeln wirksam wird, fördert der KlimaKreis Köln das Begleitprojekt zum Dialog Kölner Klimawandel „Wissensbasis für individuelles Handeln – Change Agents für Klimaschutz“. Mithilfe einer Studie werden besonders aktive Personen („Change Agents“) gesucht, die als lokale Vorbilder einen nachhaltigen Lebensstil im nachbarschaftlichen Alltag verbreiten helfen. Weiterhin wird untersucht, unter welchen Bedingungen Menschen in unsicheren sozialen Verhältnissen einen CO2-armen Lebensstil führen können.

Zur Institution: Das KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung e.V. ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen hier für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung. Das Institut greift immer wieder Themen aus der Nachhaltigkeitsdebatte auf, welche die Gesellschaft besonders bewegen. Als gemeinnützige Organisation finanziert sich das Institut durch Forschungsprojekte, Spenden, Fördermitgliedschaften und Auftragsarbeiten. Dadurch ist das KATALYSE Institut in der Lage, in den Bereichen Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz unabhängig zu arbeiten. Die Ergebnisse seiner Studien und die zunehmend komplexen wissenschaftlichen Sachverhalte werden in vielen Fällen allgemeinverständlich in Büchern, Broschüren sowie im Internet dargestellt. Zu den Arbeitsschwerpunkten des Instituts gehören unter anderem Landwirtschaft und Ernährung, Bauen und Wohnen, nachhaltiger Konsum und Umweltbildung, Entwicklungszusammenarbeit und sozial-ökologische Forschung.

Die grüne Stadt im Blick: Architekt und Projektleiter Thomas Luczak.
Projektdaten im Überblick
Projekttitel:
Dialog Kölner Klimawandel – ein grüner Masterplan für die Stadt / Begleitprojekt: Change Agents für Klimaschutz

Projektschwerpunkte:
Netzwerk

Start/Ende:
Anfang 2010/Ende 2012

Projektsumme:
Zirka 366.000 Euro